Jetzt Schnupfen und Grippe besiegen
Richtig erkennen, behandeln und vorbeugen
Meistens als Bagatellerkrankung abgetan, sind Schnupfen und Grippe doch ernsthafte und komplizierte Erkrankungen. Ein Mittel dagegen hat auch die moderne Medizin noch nicht gefunden. Hier einige Tipps, wie Sie die Gefahr der Ansteckung verringern können und wie sich die quälenden Begleiterscheinungen lindern lassen.
Ein Patentrezept oder ein spezielles Mittel, um sich vor Schnupfen oder Grippe zu schützen, gibt es nicht. Auch Impfungen bieten keinen hundertprozentigen Schutz. Übertragen werden Erkältungskrankheiten von den gefährlichen Nasen- oder Rhinoviren, von denen es hunderte Typen gibt. Sie sind unempfindlich gegen Hitze und fühlen sich bei 33 Grad Celsius am wohlsten. Kein Wunder, dass sie sich bevorzugt in den Schleimhäuten der Nase einnisten, denn das ist der kühlste Ort des Körpers.
Ungefähr einhundert Erkältungskrankheiten macht jeder Mitteleuropäer in seinem Leben durch. Zweimal im Jahr soll das sogar ganz gut sein, weil die Abwehrkräfte des Körpers so immer trainiert werden, um auch andere „Angreifer“ erfolgreich abwehren zu können. Deshalb macht es auch keinen Sinn, einen banalen Schnupfen gleich mit „chemischen Keulen“ zu behandeln. Dadurch werden nur die Symptome, die Schutzmaßnahmen, unterdrückt und ausgeschaltet. Der Körper kann sich nicht mehr selbst helfen und für die Zukunft bleibt seine Abwehr ungeübt.
Damit Sie einen Schnupfen von einer Grippe besser unterscheiden können, sind in der Tabelle die typischen Beschwerden genau zugeordnet. Einen Schnupfen können Sie gut mit Geduld und einigen bewährten Hausmitteln selbst auskurieren. Bei einer Grippe sollten Sie sich in ärztliche Behandlung begeben, damit sich in der Folge nicht noch zusätzlich schwere Begleiterkrankungen, zum Beispiel eine Lungenentzündung, einstellen

Erkältung oder Grippe?
| Beschwerden | Erkältung | Grippe |
| Abgeschlagenheit | wenig | kann bis zu 3 Wochen dauern |
| Erschöpfung | nie | sehr früh und anhaltend |
| Fieber | selten | 3 bis 4 Tage hohes Fieber |
| Gliederschmerzen | leichte | oft starke |
| Halsentzündung | häufig | manchmal |
| Husten | leichter Reizhusten | häufig und dann schwer |
| Kopfschmerzen | selten | meistens |
| Niesen | häufig | manchmal |
| Verstopfte Nase | häufig | manchmal |
(Quelle: National Institutes of Health)

Erstes Ziel:
Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte, also des Immunsystems.
Das gilt natürlich immer, aber besonders in den Monaten November bis April. Zweitens sollten einige Regeln eingehalten werden, um eine Ansteckung zu vermeiden oder möglichst schnell, mit den Erregern fertig zu werden.
- Hände weg vom Gesicht
- Desinfektionsmittel zu Hause und im Büro
- Im Bad Pappbecher benutzen
- Handtücher täglich wechseln und mit Vollwaschmittel waschen
- Sich Bettruhe gönnen
- Sich gesund schlafen
- Bettwäsche täglich wechseln
- Die Luftfeuchtigkeit konstant bei 50 bis 60 Prozent halten
- Viel trinken
- Eiweißreich essen
- Geselligkeit einschränken
- Täglich ½ Stunde an die Luft
- Abwehrstärkende und oxidationshemmende Vitamine
- Weniger Kaffee, kein Alkohol, kein Nikotin
- Bauen Sie Stress ab
- Entspannen Sie sich
- Denken Sie positiv
- Lachen ist die beste Medizin
- Abhusten erleichtern
- Halsschmerzen mit Gurgeln und Pastillen mildern
- Nase mit warmem Salzwasser spülen
- Vaseline in jedes Nasenloch
- Hühnersuppe essen
- Nur heiße Getränke
- Machen sie schnelle Ganzkörperwaschungen
- 2 x in der Woche in die Sauna
- Zusätzlich Zink und Selen, das gibt neue Energie für die Körperpolizei

Heilpflanzen bei Erkältungskrankheiten
| Kamille | inhalieren von heißen Kamillentee-Dämpfen befreit die Nase |
| Salbei | gurgeln heilt die entzündeten Schleimhäute |
| Hagebutte | versorgt den Körper mit viel Vitamin C |
| Lindenblüten | stärken die körpereigenen Abwehrkräfte |
| Pfefferminze | aktiviert die Kälterezeptoren im Mund |
| Echinacea | wirkt entzündungshemmend |
| Spitzwegerich | löst den Schleim und wirkt abschwellend |
| Thymian | unterstützt das Abhusten (als Saft) |
Auf den Speisezettel:
Orangen, Kiwis, Zitronen und auch Sauerkraut liefern viel Vitamin C.
Damit stärken Sie Ihr Immunsystem.
Text: Karin Springefeld

